Gruppe Vaudoise Versicherungen
Jahresbericht 2020

Vaudoise Assurances - Rapport annuel 2020 - Mandala 3

2020 kamen die Fundamente der Vaudoise zum Tragen, die schon seit 125 Jahren ihren Erfolg ausmachen: ihre langfristige strategische Vision, ihre finanzielle Stabilität und ihre genossenschaftliche Identität.

Trotz der turbulenten Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie verlief das Geschäftsjahr 2020 für die Vaudoise-Gruppe solide: Sie erzielte einen konsolidierten Gewinn von CHF 122,8 Millionen gegenüber CHF 134 Millionen im Jahr 2019. Unser gutes operatives Ergebnis ist im Wesentlichen auf das Wachstum in allen Branchen sowie auf eine kontrollierte Schadenbelastung zurückzuführen.

Mitteilung des Präsidenten und des CEO

Liebe Genossenschafter und Aktionäre, liebe Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende und Partner

2020 kamen die Fundamente der Vaudoise zum Tragen, die schon seit 125 Jahren ihren Erfolg ausmachen: ihre langfristige strategische Vision, ihre finanzielle Stabilität und ihre genossenschaftliche Identität. Auch wenn die Corona-Pandemie Auswirkungen auf unseren Alltag, unsere Gesundheit und die unserer Angehörigen sowie auf die Wirtschaft hatte, kann die Vaudoise auf ihre soliden Grundlagen zählen, die ihr die notwendige Stabilität verleihen, um gut durch diese schwierige Zeit zu kommen und vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken.

Unsere langfristige strategische Vision gilt selbstverständlich auch für unsere Unternehmensführung. Sowohl beim Amtsantritt von Jean-Daniel Laffely als CEO als auch beim Antrag des Verwaltungsrats, Philippe Hebeisen als Nachfolger für Paul-André Sanglard zu benennen (der seit 2009 Verwaltungsratspräsident war), haben wir Kontinuität bewiesen.

Was unser Versicherungsgeschäft betrifft, haben wir unsere wichtigen Digitalisierungsprogramme weiter vorangebracht mit dem primären Ziel, unseren Kundinnen und Kunden ein besseres Kundenerlebnis bieten zu können. Für die Vaudoise bedeutet Digitalisierung mehr Nähe und Menschlichkeit. Im Sommer 2020 konnten wir mit der Lancierung einer neuen E-Commerce-Plattform für Motorfahrzeugversicherungen im Rahmen unseres digitalen Wandels die ersten Erfolge verzeichnen.

Eine weitere grosse Etappe, die wir 2020 abschliessen konnten, war die Erstellung der Nachhaltigkeitsstrategie der Vaudoise. Diese steht im Einklang mit den Werten und mit der Identität der Vaudoise, und die Genossenschaftlichkeit nimmt darin natürlich einen zentralen Platz ein. Auf den Seiten 26 bis 40 werden die Hauptachsen der nachhaltigen Strategie vorgestellt. Ebenso werden dort die zahlreichen nachhaltigen Engagements aufgelistet, die bis dato von der Vaudoise getätigt wurden. Unsere nachhaltige Strategie und diese Standortbestimmung stellen im Hinblick auf das Reporting zum Geschäftsjahr 2021 und auf die Veröffentlichung des ersten Nachhaltigkeitsberichts 2022 Meilensteine dar.

Unsere genossenschaftliche Identität hat den Verwaltungsrat und die Direktion dazu bewogen, eine  gleichmässige Verteilung des Gewinns unter Genossenschaftern, Aktionären, Kunden und der Zuweisung an die Eigenmittel sicherzustellen. Seit 2011 erhalten die Kunden mit einer Motorfahrzeugversicherung im Wechsel mit den Kunden mit einer Haftpflicht-/Sachversicherung eine Prämienrückerstattung. Um ab dem 1. Juli 2021 über 12 Monate hinweg CHF 40 Millionen an unsere Kunden verteilen zu können, wurde der Beteiligungsfonds im Geschäftsjahr 2020 um CHF 37 Millionen erhöht. Aufgrund der guten Ergebnisse der Gruppe hat der Verwaltungsrat darüber hinaus beantragt, die Dividende der Namenaktien B der Vaudoise Versicherungen Holding von CHF 15.- auf CHF 16.- zu erhöhen. Zudem kann eine hohe Ausschüttung auf die Anteilscheine der Mutuelle Vaudoise ausbezahlt werden.

Um zur Bilanz des Jahres 2020 zurück zu kommen: Trotz der turbulenten Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie verlief das Geschäftsjahr 2020 für die Vaudoise-Gruppe solide: Sie erzielte einen konsolidierten Gewinn von CHF 122,8 Millionen gegenüber CHF 134 Millionen im Jahr 2019. Unser gutes operatives Ergebnis ist im Wesentlichen auf das Wachstum in allen Branchen sowie auf eine kontrollierte Schadenbelastung zurückzuführen.

Die Geschäfte, die im Frühling 2020 aufgrund des Teil-Lockdowns noch nicht abgeschlossen werden konnten, wurden nach den ersten Lockerungen nachgeholt, und die Schadenbelastung innerhalb der verschiedenen Branchen blieb ausgeglichen. Trotz der enormen Volatilität der Finanzmärkte war unser Portefeuille relativ stabil, was es uns ermöglichte, 2020 bei den Kapitalanlagen einen Ertrag von 2,4 % zu erzielen. Unsere Eigenmittelbasis schliesslich ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 5,3 % auf mehr als CHF 2,1 Milliarden gestiegen.

Insgesamt steigt der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % und erreicht somit CHF 1,2 Milliarden. Die gebuchten Prämien steigen im direkten Nichtleben-Geschäft 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % und liegen bei CHF 945,2 Millionen. Alle Versicherungsbereiche tragen zu diesem Wachstum bei. Unsere Combined Ratio (Schaden- Kosten-Quote), die 2020 bei 92,6 % lag, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte verbessert.

Für die Lebensversicherungen war das Jahr 2020 sehr positiv: Das Inkasso der Bruttoprämien stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 % auf CHF 208,6 Millionen. Dieses Ergebnis ist in erster Linie auf den Erfolg der neuen Produkte für Todesfall- und Invaliditätsrisiken sowie den Vertrieb der neuen Versionen unserer Produkte mit Einmalprämien zurückzuführen. Die Lancierung einer neuen Tranche des Anlageprodukts TrendValor hat diesen Trend noch verstärkt.

Die Volatilität der Finanzmärkte hat uns dazu bewogen, die weitestgehend diversifzierten Investitionen weiterzuführen und bei unseren Obligationenanlagen sowie bei den Absicherungen von Aktien und Devisen eine hohe Qualität beizubehalten. Wir werden unsere Strategie der nachhaltigen Investitionen weiterhin verfolgen, die sich bereits jetzt zu 80 % aus Finanzanlagen zusammensetzt, die den Umwelt- Sozial- und Governance-Normen (ESG) entsprechen.

Im Namen des Verwaltungsrats und der Direktion danken wir Ihnen, liebe Genossenschafter, liebe Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und Partner, für Ihr Vertrauen und Ihre Treue.

Paul-André Sanglard
Präsident des Verwaltungsrats
Jean-Daniel Laffely
Generaldirektor, CEO

Kennzahlen

Überschussbeteiligung
Nichtleben 2021-2022
Der GV vorgelegte
Dividenden
Jahresgewinn
Eigenkapital
vor Gewinnverteilung
Umsatz
Kunden schenken uns ihr Vertrauen
Mitarbeitende
Combined Ratio Nichtleben
Nettoertrag aus Kapitalanlagen
Prämien nach Geschäftsbereich in %
  • 50
    Vermögensversicherungen
  • 32
    Personenversicherungen Nichtleben
  • 18
    Lebensversicherungen
Geografische Verteilung der Prämien
auf dem Schweizer Markt in %
  • 6
    Italienische Schweiz
  • 57
    Westschweiz
  • 37
    Deutschschweiz

Agenturnetz

113 Agenturen verteilt auf 27 Generalagenturen

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Strategie der Gruppe

Unsere Unternehmensvision:
die Nummer 1 der Kundenzufriedenheit zu sein.

Jedes Jahr im September widmen sich der Verwaltungsrat und die Direktion an zwei Tagen der Frage nach der Strategie des Unternehmens und deren Entwicklung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der verschiedenen Interessensgruppen. Stets im Zentrum stehen dabei unsere Unternehmenswerte: nah, vertrauenswürdig und menschlich. Sie bringen die DNA der Vaudoise, einer Versicherungsgesellschaft mit genossenschaftlichen Wurzeln, authentisch auf den Punkt. Wir orientieren uns immer an unseren Kunden, sie geben uns die Richtung vor, denn es ist unsere Unternehmensvision, die Nummer 1 der Kundenzufriedenheit zu sein.
Wir haben ein authentisches, genossenschaftliches und eigenständiges Geschäftsmodell, das die Grundlage für den Bestand unseres Unternehmens bildet und unser Markenimage prägt

Die Vaudoise hat 2020 das 125-jährige Bestehen der genossenschaftlichen Muttergesellschaft Mutuelle Vaudoise gefeiert und will ihre Identität nutzen, um ihren Kunden einzigartige Versicherungslösungen zu bieten und ihre genossenschaftlichen Wurzeln über einen menschlichen und individuellen Ansatz im Versicherungsgeschäft umzusetzen. Die Beziehungen, die sie mit ihren verschiedenen Interessensgruppen unterhält, sind von diesem menschlichen Ansatz geprägt – und von Erfolg gekrönt, denn sie wurde 2020 auf den Vergleichsportalen bonus.ch und Comparis zur Nr. 1 der Kundenzufriedenheit bei Hausrat/Privathaftpflicht und Motorfahrzeugversicherung gewählt. Zum erwähnten Ansatz gehört auch die Gewinnbeteiligung der Versicherten am Überschuss im Nichtleben. So wird 2020 und 2021 den Kunden, die bei der Vaudoise eine Motorfahrzeugversicherung haben, 10 % ihrer Jahresprämie zurückerstattet. 2021 und 2022 erhalten die Hausrat/Privathaftpflicht- und Sachversicherten eine Pr.mienrückerstattung von 20 %. Seit 2011 hat die Vaudoise auf diese Weise über CHF 260 Millionen an ihre Kunden verteilt.

Um ihren Fortbestand zu sichern, hält die Vaudoise auch an der Verstärkung ihres Eigenkapitals fest. Im Einklang mit unseren genossenschaftlichen Werten beinhaltet diese Strategie ein langfristiges Versprechen zugunsten aller Stakeholder.

Das Thema Nachhaltigkeit wird auf den Seiten 26 bis 40 näher betrachtet. Darin wird der 2020 erarbeitete strategische Rahmen der Nachhaltigkeit vorgestellt, der fest in der Strategie der Gruppe verankert ist. Dieser Rahmen soll in Zukunft die Leitplanken der Vaudoise darstellen. Der erste Nachhaltigkeitsbericht gemäss Standards der Global Reporting Initiative (GRI) ist für 2022 vorgesehen.

Wir positionieren uns als Allbranchen-Versicherer. Wir begleiten unsere Kunden dauerhaft und gehen auf all ihre Bedürfnisse ein. Dadurch sichern wir eine langfristige Rentabilität

Die Vaudoise will komplette 360° Lösungen anbieten, ist in den allermeisten Versicherungs- und Vorsorgebranchen

hauptsächlich Risikoträger und tritt bei Bedarf als Anbieter externer Lösungen auf, die von sorgfältig ausgewählten Partnern angeboten werden. Dies gilt insbesondere für die Kollektivlebenversicherung (Swiss Life), die Assistance-Dienstleistungen (Europ Assistance), die Rechtsschutzversicherung (Orion), die Krankenversicherung (Groupe Mutuel), die Transportversicherung (TSM) und die Versicherung von Kunstgegenständen (Uniqa). Mit ihrer Marke Animalia bietet die Vaudoise seit 2016 auch eine Kranken- und Unfallversicherung für Hunde und Katzen an.

Zur Entwicklung der Gruppe tragen auch Vertriebskooperationen mit anderen Versicherern bei. So bietet Swiss Life ab sofort auch Haftpflicht-/Hausrat- und Motorfahrzeugversicherungen der Vaudoise an, während Groupe Mutuel eine Hausrat-/Haftpflichtlösung vertreibt, bei der die Vaudoise Risikoträger ist. Seit 2021 bietet sie ihren Partnern über ein Application Programming Interface (API) an, ihre Todesfallversicherung auf sehr einfache Weise zu vertreiben.

2020 hat die Vaudoise zusammen mit Fundim SA, in Lausanne, Fim Plus gegründet, eine Gesellschaft, die eine innovative und originelle Alternative für Eigentümer von Miethäusern anbietet, ihre Aktiva teilweise zu veräussern, ohne finanzielle, rechtliche und administrative Aufwände. Ebenso hat sie eine juristische Struktur aufgebaut, die es ihr ermöglicht, das Intrapreneurship innerhalb der Gruppe sowie die Diversifizierung der zusätzlich zu den Versicherungsgeschäften erbrachten Dienstleistungen zu fördern. So gehören seit 2020 auch versicherungsangelehnte Tätigkeiten wie Animalia.ch und die Corporate Health Services (CHS) zu den Dienstleistungen der Vaudoise Services AG.

Als Begleitmassnahme zugunsten der Entwicklung der Gruppe möchte die Vaudoise ihre solide Finanzbasis durch eine angemessene und nachhaltige Anlage- und Risikomanagementpolitik zum Nutzen aller Interessengruppen sicherstellen.

Sie verfolgt somit eine massgeschneiderte Anlagepolitik, welche die Art und die Komplexität des Versicherungsgeschäfts und die finanzielle Lage der Vaudoise-Gruppe berücksichtigt. Dadurch können attraktive Anlageerträge erwirtschaftet und gleichzeitig die mit der Anlagetätigkeit verbundenen Risiken gemindert werden – insbesondere durch breit diversifizierte Anlagekategorien, Länder und Sektoren sowie durch Absicherung von Aktien und Fremdwährungen.

In unserem Vertriebsmodell steht der Mensch im Zentrum. Wir streben eine Omnikanal-Excellence im Dienste der Zufriedenheit unserer Kunden an

Extern kombiniert die Vaudoise klassische Vertriebsmethoden mit neuen Technologien, um ihre Kundenorientierung noch weiter zu verbessern. Ziel ist, dadurch noch näher am Kunden zu sein. Die Vaudoise setzt klar auf den Omnikanal-Vertrieb und setzt dabei gleichzeitig und vernetzt mehrere Vertriebsarten ein, die zueinander in Beziehung, aber nicht in Konkurrenz stehen. Sie ergänzen sich vielmehr.

Ziel ist es, während des Kundenerlebnisses immer da zu sein, wo der Kunde ist. So wendet er sich je nach Lage und Bedürfnissen an einen Mitarbeiter der Vaudoise, an einen unabhängigen Vertreter oder einen Vertriebspartner, oder er besucht unsere Website, um eine Beratung zu erhalten. Der wichtigste Botschafter der Vaudoise ist und bleibt jedoch der Berater. Unser E-Commerce-Ansatz soll in erster Linie den Vertrieb der Agenturen unterstützen. Jedem Kunden wird auch weiterhin eine Agentur und ein Berater zugeteilt, damit er jederzeit in die Agentur kommen oder seinen Berater anrufen kann.

2018 haben wir das neue Departement IT & Digitale Transformation gegründet. In sehr enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachbereichen der Vaudoise ist diese Einheit für die Umsetzung der digitalen Transformation verantwortlich, die notwendig ist, um die zukünftigen Bedürfnisse unserer Kunden im Rahmen des Omnikanal-Vertriebs zu erfüllen. Basierend auf umgesetzten Kundenparcours und mehreren von der Direktion in Auftrag gegebenen internen Audits wurden diejenigen Programme identifiziert, die für die digitale Transformation am wichtigsten sind. Diese wurden 2019 lanciert. 2020 hat die Vaudoise Guidewire als neue Software (ERP) ausgewählt, eine neue E Commerce-Plattform Motorfahrzeuge lanciert und das Portal für ihre Mitarbeitenden überarbeitet.

Die Personalpolitik der Vaudoise beruht auf geteilter Verantwortung und gegenseitigem Respekt.

Die Vaudoise wurde von der Westschweizer Zeitschrift «Bilan» als bester Arbeitgeber 2020 in der Kategorie Banken und Versicherungen ausgezeichnet, und stellt die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt aller Überlegungen. Zufriedene Mitarbeitende sind die besten Botschafter der Marke und somit ein Schlüsselfaktor für den Erfolg des Unternehmens. Alle drei Jahre wird eine sehr umfassende interne Bewertung durchgeführt.

Die Hauptaufgabe des Departements Human Resources besteht darin, die Mitarbeitenden der Gruppe in ihrem Arbeitsalltag zu unterstützen sowie die Phasen des Wandels bei der Umsetzung des Ansatzes We Act for Vaudoise Evolution (WAVE) zu betreuen.

Ein weiterer Auftrag des Departements ist die Stärkung der Arbeitgebermarke und die Gewinnung von jungen Talenten. In diesem Zusammenhang knüpft die Vaudoise viele Beziehungen zu Hochschulen und bildet jährlich mehr als 100 Lernende aus.

Die Förderung unseres Personals ist uns ebenfalls ein grosses Anliegen. Deshalb wurde ein abteilungsübergreifender Ausbildungsausschuss eingerichtet, um sicherzustellen, dass der Ausbildungsbedarf der verschiedenen Fachbereiche gedeckt ist. Unser Management fördert diesbezüglich auch alle Massnahmen zur Förderung der Eigenverantwortung (empowerment) der Mitarbeiterinnen und der Mitarbeiter. In diesem Sinne wurde ein Mentoring-Programm für junge Talente eingeführt.

Ausserdem ist die Vaudoise die erste private Versicherungsgesellschaft, die Equal-Salary-zertifiziert ist, und das schon seit drei Jahren. Der Nachhaltigkeitsbericht beschreibt die Engagements der Vaudoise in den Bereichen Gleichberechtigung und Gleichstellung etwas ausführlicher.

Wir sind ein nationaler Versicherer mit starker regionaler Verankerung im Kanton Waadt. Wir wollen sowohl in der Westschweiz als auch in der Deutschschweiz und im Tessin wachsen

Die Vaudoise setzt auf nachhaltiges, profitables Wachstum in allen drei Sprachregionen. Sie will in erster Linie mithilfe ihrer eigenen Versicherungsberater ihr Entwicklungspotenzial in der Deutschschweiz bei Privaten und KMU ausbauen.

Das Portefeuille in dieser Region entwickelt sich positiv, sowohl bei den Generalagenturen als auch bei den Brokern. Historisch betrachtet ist die Vaudoise in bestimmten Regionen sehr präsent, über das ganze Gebiet gesehen muss sie aber noch gleichmässiger wachsen. Dieses Wachstum ist ein langfristiges Vorhaben, das innerhalb der gesamten Gruppe Priorität hat.

Der Vertrieb möchte effizienter werden, ohne dabei die Nähe zum Kunden zu verlieren. Zu ihm gehören 113 Verkaufsstellen, die 27 Generalagenturen in den drei Marktregionen angeschlossen sind. Die Agenturen arbeiten als Netzwerk, um unsere Kunden so effizient wie möglich zu bedienen.

Um den Bedürfnissen der Makler gerecht zu werden, stehen die Brokerservices in Lausanne, Zürich (Dübendorf) und Lugano als Ansprechpartner für Makler zur Verfügung, die über das Gebiet einer Agentur oder einer Region hinaus tätig sind. Mehr als 70 % der Maklerprämien werden von diesen drei Einheiten verwaltet. Im Sinne der Geschäftsphilosophie der Vaudoise, die Kundennähe in den Mittelpunkt zu stellen, können die Generalagenturen auch direkt mit lokalen oder regionalen Maklerpartnern zusammenarbeiten. Diese haben direkte Ansprechpartner in den Verkaufsstellen.

Diese Strategie, die Kontinuität und Offenheit gegenüber den zukünftigen Herausforderungen miteinander verbindet, ermöglicht es der Vaudoise getreu ihrem Motto «Gemeinsam glücklich.» verantwortungsvoll zu handeln.

Diese Strategie, die Kontinuität und Offenheit gegenüber den zukünftigen Herausforderungen miteinander verbindet, ermöglicht es der Vaudoise getreu ihrem Motto «Gemeinsam glücklich.» verantwortungsvoll zu handeln.

Versicherungsgeschäft

Die Vaudoise erzielt ein sehr gutes operatives Ergebnis

Trotz der Entwicklung der Gesundheitssituation erzielt die Vaudoise ein sehr gutes operatives Ergebnis, was vor allem auf das Wachstum in allen Versicherungsbranchen und auf eine gut kontrollierte Schadenbelastung zurückzuführen ist. Das Vermögengeschäft verzeichnet ein erfreuliches Wachstum von 1,6 %. Die Motorfahrzeugversicherungen steigen als volumenmässig wichtigste Branche der Vaudoise um 0,5 %. Die Sachversicherungen verzeichnen ein starkes Wachstum von 4,0 %, ebenso die Haftpflichtbranche, die um 2,1 % wächst. Die Combined- Ratio hat sich leicht verbessert (2020: 92,6 % gegenüber 93,1 % im Jahr 2019). Bei den Personenversicherungen Nichtleben liegt das Wachstum mit 1,9 % unter den Vorjahren.

Für die Lebensversicherungen war das Jahr 2020 sehr positiv, und das Inkasso der Bruttoprämien stieg um 10,8 % auf CHF 208,6 Millionen, während die erbrachten Leistungen um 14,0 % auf CHF 268,1 Millionen sanken. Dieses Ergebnis ist in erster Linie auf den Erfolg der neuen Produkte für Todesfall- und Invaliditätsrisiken sowie den Vertrieb der neuen Versionen von Produkten mit Einmalprämien zurückzuführen.

Nichtlebengeschäft

Vermögensversicherungen

In einem hart umkämpften Markt in allen Segmenten entwickelten sich die Vermögensversicherungen mit den Motorfahrzeug-, Haftpflicht- und Sachversicherungen weiter erfreulich und verzeichnen ein Wachstum von rund 1,6 %. Das liegt über dem Wachstum des Schweizer Markts. Mit nahezu CHF 580 Mio. an gebuchten Prämien machen die Vermögensversicherungen mehr als 60 % der Prämien der Vaudoise Allgemeinen aus.

Dieses Wachstum verläuft jedoch nicht in allen Segmenten gleichmässig. Die Sachversicherungen verzeichneten ein sehr erfreuliches Wachstum von 4,0 %, und die Haftpflichtbranche schreibt erneut positive Zahlen und wächst um 2,1 %. Die Motorfahrzeugbranchen verzeichnen in einem sehr dynamischen Markt ein Wachstum von 0,5 % und liegen damit ebenfalls über dem Schweizer Markt.

Die in den vergangenen Jahren aufgebauten Partnerschaften tragen Früchte, insbesondere jene mit Swiss Life beim Vertrieb von Motorfahrzeug-, Haftpflicht- und Sachversicherungen und jene mit Groupe Mutuel bei der Haftpflicht- und Sachversicherung für Privatpersonen. Die Wachstumsperspektiven sind erfreulich.

Die Schadenbelastung 2020 bleibt trotz der Covid-19-Krise im Bereich des Vorjahres und liegt trotz einiger grosser Schadenfälle in der Sachversicherung (Feuer), der allgemeinen Haftpflicht und der Motorfahrzeughaftpflicht auf einem guten Niveau. Bestimmte Bereiche und Kundensegmente, insbesondere die Grosskunden, werden weiterhin sehr aufmerksam beobachtet, um nötigenfalls entsprechende punktuelle Massnahmen ergreifen zu können, damit ein zufriedenstellendes Rentabilitätsniveau beibehalten werden kann.

Im Bereich der Unternehmensversicherungen in den Branchen Sach und Betriebshaftpflicht wurde unsere Produktlinie «Business One» weiter ausgebaut, um neue Segmente abzudecken.

Zusammenfassend ist das Jahresergebnis der Vermögensversicherungen trotz dem sehr speziellen Kontext rund um die Covid-19-Pandemie als gut zu bewerten.

Motorfahrzeugversicherungen

Der Markt bleibt weiterhin hart umkämpft, und der seit einigen Jahren zu verzeichnende Rückgang setzt sich auch 2020 fort. In diesem Kontext der starken Konkurrenz konnte die Vaudoise erneut ein Wachstum verzeichnen, das aber im Vergleich zu den vorherigen Jahren geringer ausfällt.

Die Nettobilanz (Neugeschäfte – Annullierungen) ist sehr positiv und wächst um 23 % im Vergleich zum Vorjahr. Unser Angebot für Junglenker ist weiterhin erfolgreich, und zwar hauptsächlich aufgrund des steigenden Interesses an unserer Versicherungslösung mit eingebautem Bordgerät «Avenue Smart». Bei dieser Lösung wird vorsichtiges Fahren mit einem vorteilhaften Rabatt belohnt.

Meteorologisch gesehen war der Sommer eher ruhig. Über das Jahr gesehen sind die Schäden zurückgegangen. Grund dafür waren namentlich die Massnahmen des Teil-Lockdowns im Frühling. Nach der Lockerung der Massnahmen stieg die Schadenhäufigkeit allerdings wieder auf Vorjahresniveau.

Haftpflichtversicherungen

Das Gesamtergebnis der Haftpflichtversicherung hat sich im Berichtsjahr weiter verbessert und erreichte ein Wachstum unseres Prämienvolumens von 2,1 %.

Diese gute Performance wurde sowohl im Firmenkunden- als auch im Privatkundensegment erzielt. Das Ergebnis ist umso erfreulicher, als der Markt im Bereich der Unternehmensversicherungen weiter unter Druck ist und die Prämien zurückgehen. Unsere Partner Swiss Life und Groupe Mutuel haben mit dem Vertrieb unserer Produkte zum Wachstum dieses Geschäftssegments beigetragen.

Unsere Betriebshaftpflichtlösung unserer Produktpalette Business One positioniert sich weiter gut in diesem Marktsegment und entspricht weiterhin den Bedürfnissen unserer Kunden und Partner.

Bei der Anzahl Schadenfälle haben wir einen leichten Rückgang festgestellt, sodass die Combined Ratio auf einem sehr guten Niveau beibehalten werden konnte.

Sachversicherungen

Dieses Jahr konnte das hervorragende Ergebnis vom letzten Jahr im Bereich der Sachversicherungen (Feuer, Elementarschäden und übrige Sachschäden) noch verbessert und ein Wachstum von rund 4,0 % verzeichnet werden.

Unsere Lösungen «Home in One» für den Hausrat und «Building» für Gebäude leisten einen wesentlichen Beitrag zu den guten Ergebnissen in diesem Bereich und entsprechen weiterhin den Bedürfnissen unserer Kunden und Partner. Letztere, namentlich Swiss Life und Groupe Mutuel, tragen wie bisher zu dem schönen Wachstum bei.

Unsere Produktpalette Business One für Geschäftskunden und besonders die Versicherungslösung für Geschäftsinventar ermöglichen es, auch in diesem Segment weiterhin ein solides Wachstum zu verzeichnen.

Die Anzahl der Leistungsfälle ist dieses Jahr zurückgegangen. Die Gesamtbelastung bleibt jedoch aufgrund von ein paar sehr schweren Fällen vergleichbar mit jener des Vorjahres.

Animalia – die Versicherung für Hunde und Katzen

Nach der Übernahme der Animalia SA und des Portefeuilles von über 24’000 Risiken im Jahr 2016 hat die Vaudoise den Kundenservice stark ausgebaut. Dazu gehören immer kürzere Bearbeitungszeiten von Tierarztrechnungen, eine Telefonplattform mit besserer Erreichbarkeit und modernere Tools für die Gesuche auf Kostenübernahme (Android-/iOS-App zum Scannen und Versenden der Rechnungen).

Die Vaudoise hat zudem ihr Angebot verbessert mit einer neuen Deckung von Erbkrankheiten und Geburtsgebrechen, einer erweiterten Deckung von chronischen Krankheiten und einer Vertragsdauer von einem Jahr (anstatt drei Jahren). Mitte 2020 verpasste sich Animalia ein neues Branding und überarbeitete ihre Website, um die Erwartungen der Kundinnen und Kunden besser zu erfüllen. «Vier Pfoten. Zwei Herzen. Eine Seele» wurde zum neuen Leitsatz von Animalia.

Animalia verzeichnet 2020 weiterhin ein Wachstum des Portefeuilles von 19,6 % und unterstreicht damit ihre führende Stellung in der Kranken- und Unfallversicherung für Hunde und Katzen in der Schweiz. Die Entwicklungsaussichten sehen positiv aus, sowohl auf geschäftlicher Ebene als auch im Bereich des Dienstleistungsangebots.

Personenversicherungen Nichtleben

Die Personenversicherungen Nichtleben wachsen, wenn auch nicht mehr so stark wie in den zwei vorangehenden Jahren. Die Anstrengungen in der Kranken- und Unfallversicherung tragen trotz den schwierigen Umstände allmählich Früchte. Angesichts der erwarteten Spätfolgen infolge der Covid-19-Pandemie ist 2021 äusserste Vorsicht geboten. Die Vaudoise und alle ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden 2021 nah bei unseren Kunden sein, um sie in diesem speziellen Kontext zu begleiten.

Das Wachstum im Bereich Personenversicherungen Nichtleben beträgt 1,9 %. Der Anstieg ist damit weniger ausgeprägt als in den vergangenen beiden Geschäftsjahren, insbesondere aufgrund der gesundheitspolitischen Massnahmen, durch die unsere Interaktionen mit potenziellen Kundinnen und Kunden eingeschränkt waren. Die Branchen Krankheit (+2,6 %), obligatorische Unfallversicherung (UVG) und UVG-Zusatzversicherung (UVG-Z) (+1 ,0 %) verzeichneten ebenfalls ein Wachstum.

Der Teil-Lockdown im Frühling 2020 und die übrigen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie (Rückgang der Mobilität, Heimarbeit-Empfehlung, Kurzarbeit und Einschränkung der sportlichen Aktivitäten) führten zu einem Rückgang der Unfallschäden. Die vom UVG aufgrund von Covid-19 übernommenen Berufskrankheiten für das Spitalpersonal haben hingegen um den Faktor 14 zugenommen und die Kosten haben sich verfünffacht. Das Coronavirus hat zudem einen direkten (ansteckende Krankheiten traten viermal häufiger auf und die Kosten für Taggelder haben sich vervierfacht) und einen indirekten (psychologische Folgen) Anstieg der Kosten verursacht.

Die KTG-Branche wird aufgrund der hohen Schadenbelastung weiterhin aufmerksam verfolgt. Erneut hat ein Versicherungsunternehmen auf dem Schweizer Markt beschlossen, diese Deckung in Zukunft nicht mehr anzubieten. Die jährlich neu definierte und überprüfte Zeichnungs- und Erneuerungspolitik berücksichtigt ausserdem die Auswirkungen von Covid-19.

Die Anstrengungen in der Kranken- und Unfallversicherung tragen trotz der schwierigen Umstände allmählich Früchte. Angesichts der zeitlich verzögerten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie ist 2021 äusserste Vorsicht geboten.

Im UVG-Segment verfügt die Vaudoise über Rückstellungen, die im Hinblick auf eine Senkung des technischen Zinssatzes per 1. Januar 2022 nötig werden.

Die unsicheren Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und die wirtschaftlich schwierigen Zeiten führen erfahrungsgemäss zu einem starken Anstieg der Erwerbsausfallkosten. Ein womöglich starker Anstieg an psychologischen Krankheiten wird in den nächsten Jahren entscheidend für die Krankentaggeldversicherung sein, da diese Fälle zu bedeutend längerer Arbeitsunfähigkeit führen könnten als dies durchschnittlich der Fall ist.

Die Vaudoise und alle ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden 2021 nah bei ihren Kunden sein, um sie in diesem speziellen Kontext zu begleiten.

Prämienanteile in %
  • 16
    Unfall
  • 23
    Kranken
  • 7
    Haftpflicht
  • 37
    Motorfahrzeug
  • 16
    Sach
  • 1
    Verschiedenes
Anteile Leistungen in %
  • 18
    Unfall
  • 29
    Kranken
  • 5
    Haftpflicht
  • 35
    Motorfahrzeug
  • 12
    Sach
  • 1
    Verschiedenes

Total 945’245 928’987 1,8 634’404 638’582 -0,7

Verlauf direktes Geschäft Nichtleben
in tausend CHF

Gebuchte Bruttoprämien

2020 2019


+/- %

Versicherungsleistungen brutto

2020 2019


+/- %
Versicherungsgeschäft
Unfall 154’071 152’473 1,0 111’142 117’043 -5,0
Kranken 212’263 206’884 2,6 185’121 178’332 3,8
Motorfahrzeug 349’797 348’035 0,5 219’262 227’101 -3,5
Sach 148’834 143’145 4,0 78’443 75’334 4,1
Haftpflicht 69’698 68’255 2,1 31’491 32’230 -2,3
Verschiedenes 10’582 10’195 3,8 8’944 8’541 4,7

Lebengeschäft

Lebengeschäft

Trotz des schwierigen Umfelds für unsere Berater und Kunden während des Teil-Lockdowns war das Jahr 2020 für die Lebensversicherungen sehr positiv und das Inkasso der Bruttoprämien stieg um 10,8 % auf CHF 208,6 Millionen, während die erbrachten Leistungen um 14,0 % auf CHF 268,1 Millionen zurückgingen. Dieses Ergebnis ist in erster Linie auf den Erfolg der neuen Produkte für Todesfall- und Invaliditätsrisiken sowie den Vertrieb der neuen Versionen unserer Produkte mit Einmalprämien zurückzuführen.

Die Beratungstätigkeit und der Verkauf unserer Produkte sind im zweiten Quartal Covid-19-bedingt leicht zurückgegangen, was sich negativ auf das erwartete Wachstum auswirkte. Im zweiten Semester folgte jedoch ein erneuter Aufschwung, der durch eine neue Tranche des indexgebundenen Anlageprodukts TrendValor – die dank eines günstigen Zeitfensters ausgegeben werden konnte – und die Überarbeitung unseres Entnahmeplans SerenityPlan (Renten) verstärkt wurde.

Die Produktionszahlen zeigen den grossen Erfolg unserer modernisierten Lösungen für Tod und Invalidität zwischen Ende 2019 und Anfang 2020 auf. Die versicherte Summe der im Jahr 2020 verkauften Verträge stieg um 82,8 % auf CHF 777,4 Millionen.

Im aktuellen Zinsumfeld muss die Rentabilität der Lebensversicherungslösungen mit garantiertem Sparanteil weiterhin genau beobachtet werden. Deshalb hat die Vaudoise Leben ihre Rückstellung für Zinsänderungsrisiken erneut angepasst. Die Gesellschaft nutzt jede Gelegenheit, um Produkte der neuen Generation zu vermarkten, die den Zinsrisiken wenig ausgesetzt sind. Die den Lebensversicherten zugeordneten Überschussbeteiligungen betragen im Jahr 2020 CHF 4,2 Millionen gegenüber CHF 4,4 Millionen 2019.

Die Schadenbelastung bleibt unter Kontrolle, verzeichnet jedoch einen leichten Anstieg von 1,4 % bei den Todesfall- und Invaliditätsleistungen. Im Übrigen verzeichneten wir weit weniger Rückkäufe und fällige Versicherungsleistungen.

Total Verlauf direktes Geschäft Leben

Verlauf direktes Geschäft Leben
in tausend CHF

Gebuchte Bruttoprämien

2020 2019


+/- %

Gesamtleistungen brutto

2020 2019


+/- %
Gesamttotal 208’585 188’300 10,8 268’135 311’623 -14,0
Traditionelles Geschäft
– Kapitalprodukte 135’037 142’776 -5,4 188’642 242’519 -22,2
– Rentenprodukte 9’456 2’824 234,8 50’706 54’971 -7,8
– Reine Risikoprodukte 15’213 14’834 2,6 5’653 4’858 16,4
Geschäft auf Rechnung und Risiko Dritter 48’880 27’866 75,4 23’134 9’275 149,4
Total Brutto-Gesamtleistungen 268’135 311’623 -14,0
Rückkäufe 38’493 49’782 -22,7
Vertragsabläufe 163’068 194’751 -16,3
Todes- und Invaliditätsleistungen 20’528 20’241 1,4
Ausbezahlte Renten 46’046 46’849 -1,7
Portefeuille / Produktion
in tausend CHF 2020 2019 +/- %
Portefeuille – Gesamtrisikosumme 7’450’259 7’239’348 2,9
Produktion – Risikosumme 777’446 425’260 82,8

Finanzanlagen

Finanzanlagen

Das Anlagevolumen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2020 um CHF 152,8 Millionen auf CHF 7’554,9 Millionen. Die Rendite gemäss Erfolgsrechnung ist 2020 leicht rückläufig und beläuft sich auf 2,4 % gegenüber 2,5 % im Vorjahr. Die Netto-Performance zum Marktwert beträgt 3,3 % gegenüber 6,7 % im Vorjahr. Ende 2020 belief sich der Gesamtwert des Immobilienparks der Vaudoise wie 2019 auf CHF 1,6 Milliarden. Der Anteil an Immobilienanlagen bleibt somit stabil bei 21,2 %.

Die Vaudoise-Gruppe führte ihre primär auf Anlagekategorien mit  regelmässigen Erträgen ausgerichtete Anlagestrategie auch 2020 fort.

Diese Strategie ist vor allem auf eine lange Laufzeit und eine breite Diversifikation der Anlagen ausgerichtet. Im Jahr 2020 konnten wir dank unseres widerstandsfähigen Aktienportfolios und der guten  Ergebnisse der festverzinslichen Wertpapiere und Immobilien ein gutes Finanzergebnis erzielen.

2019 hat die Vaudoise die Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (UNPRI) unterzeichnet und verfolgt eine nachhaltige Anlagestrategie. Per 31.12.2020 waren die Grundsätze der nachhaltigen Vermögensverwaltung bei 80 % der Finanzanlagen der Vaudoise-Gruppe erfüllt, im Vergleich zu 50 % im Vorjahr. 2020 ist die Vaudoise dem Swiss Sustainable Real Estate Index (SSREI) beigetreten, einem Index, der für Transparenz und Vergleichbarkeit von Immobilienportfolios im Schweizer Markt sorgt, und führt so ihre Strategie für nachhaltige Immobilienanlagen weiter. Ein besonderer Schwerpunkt bei der Integration von Nachhaltigkeitskriterien wurde durch die Einführung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Indizes (ESG-Indizes) entwickelt, die die Berücksichtigung dieser Kriterien bei der Verwaltung von Aktien, Anleihen und unserem Immobilienpark sicherstellen. Alle unsere Nachhaltigkeitsverpflichtungen sind im Kapitel «Nachhaltigkeit » dieses Berichts beschrieben und werden ab 2022 fester Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsberichts sein.

Ein volatiles Aktienjahr, ein dynamischer Schweizer Immobiliensektor und allgemein rückläufige Zinsen

Ein volatiles Aktienjahr, ein dynamischer Schweizer Immobiliensektor und allgemein rückläufige Zinsen Das Jahr 2020 war von einem volatilen, aber gewinnträchtigen Aktienmarkt geprägt. Alle wichtigen Aktienmärkte verzeichnen eine positive Performance. Der MSCI World Index, der die Aktienentwicklung weltweit widerspiegelt, stieg um 16,5 %, während der Swiss Performance Index das Geschäftsjahr 2020 mit einem Plus von 3,8 % abschloss. Der EuroStoxx 600 schloss dagegen leicht im Minus (-1,6 %).

2020 sanken die Renditen der Zehn-Jahres-Staatsanleihen der wichtigsten Länder. Der Zinssatz der US-Treasury-Anleihen sank um 1,00 % auf 0,91 %, während die deutschen und schweizerischen Staatsanleihen um 0,38 % und 0,08 % sanken und das Jahr mit – 0,57 % bzw. – 0,55 % beendeten. Der Zinsrückgang der Zehn-Jahres Staatsanleihen führte zu einer positiven Performance der Staatsanleihen. In der Schweiz lag die Performance der zehnjährigen Obligationen der Eidgenossenschaft im Jahr 2020 bei + 0,60 %.

Der Immobiliensektor in der Schweiz entwickelt sich gut, und der KGAST Immo-Index, zu dem die grössten Immobilien- Anlagestiftungen gehören, verzeichnete eine Performance-Steigerung von 5,1 %. Der Index SXI Real Estate® Funds Broad, der alle an der SIX Swiss Exchange primärkotierten Immobilienfonds umfasst, die mindestens 75 % ihres Fondsvermögens in der Schweiz investiert haben, schloss das Jahr mit einem Plus von 10,8 % ab.

Positives Jahr für die Anlagen

Die strategische Asset Allocation der Vaudoise konzentriert sich auf Vermögenswerte, die stabile Erträge generieren wie Immobilien, Hypotheken und Anleihen, welche durch Aktienanlagen ergänzt werden. Mit dieser Anlagestrategie konnten wir 2020 trotz des unsicheren Wirtschaftsumfelds ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen.

Ein qualitativ hochwertiges Anleihenportfolio

Die Entwicklung der Aufteilung der Anleihenratings in den letzten fünf Jahren zeigt einen Anstieg der sehr hochwertigen Wertpapiere und einen Rückgang der «AA»-Wertpapiere, einen stabil bleibenden Anteil an Wertpapieren mit «BBB»-Ratings, mit einem gezielten Anstieg der Hochzinsanleihen.

Der Anteil des festverzinslichen Portfolios am Gesamtvermögen sinkt leicht im Vergleich zum Vorjahr (44,4 % im Vergleich zu 46,9 %). Unsere Gruppe behält die lange Laufzeit ihrer Investitionen bei, um den Versicherungsverpflichtungen gerecht zu werden.

Hinsichtlich der geografischen Ausrichtung der festverzinslichen Anlagen konzentriert sich die Vaudoise hauptsächlich auf den Schweizer Markt, gefolgt von den amerikanischen und europäischen Märkten. Die Portefeuilles weisen eine hohe sektorielle und geografische Diversifikation auf.

Anhaltendes Wachstum der Hypothekardarlehen

Die Vaudoise betrachtet Hypothekardarlehen als eine Anlagekategorie, die eine Möglichkeit zur Diversifizierung ihrer festverzinslichen Wertpapiere bietet. Zudem bilden Hypotheken einen wichtigen Bestandteil der Gesamtberatungsstrategie für unsere Kunden.

Der Anteil an den gesamten Anlagen beträgt 8,5 % gegenüber 7,7 % Ende 2019.

Anstieg bei den Wertschriften mit variablem Ertrag

Diese Anlagekategorie setzt sich im Wesentlichen aus Aktien und alternativen Anlagen zusammen. Im Verlauf des Jahres hat die Vaudoise die Allokation dieser Anlageklasse erhöht.

Das Aktienportfolio der Vaudoise wird hauptsächlich passiv verwaltet (mit Indexfonds), um die Verwaltungskosten gering zu halten. Das Portfolio besteht zu 40 % aus Schweizer und zu 60 % aus ausländischen Titeln.

Da das Aktienportfolio einen relativ hohen Anteil ausmacht und die Vaudoise eine optimale Risikokontrolle anstrebt, sichert sie einen Grossteil des Portfolios weiterhin systematisch mithilfe von Derivaten gegen übermässige Verluste ab.

Wechselkursrisiko unter Kontrolle

Wechselkursrisiko unter Kontrolle Die Vaudoise vertritt die Ansicht, dass die Wechselkursrisiken nicht genügend vergütet werden. Deshalb hat sie auch im laufenden Geschäftsjahr einen hohen Absicherungsgrad für Fremdwährungen beibehalten, mit einem Netto-Fremdwährungsanteil von unter 6 % des Bilanzwerts. Gleichzeitig wurden die Kosten für die Finanzierung dieser Absicherungen überwacht.

Weiterhin dynamisches Wachstum des Immobilienportfolios

Direktinvestitionen in Schweizer Immobilien bleiben dank der stabilen Renditen und des Diversifikationseffekts die Eckpfeiler der strategischen Allokation der Vaudoise Gruppe.

Die Vaudoise bestätigte und verstärkte ihre «Core» Immobilienanlagestrategie. Diese setzt auf die Qualität der Makro- und Mikrosituation der Objekte, gute Baustandards und ein angemessenes Mietzinsniveau, um die erwarteten Erträge bei angemessenem Risiko zu erzielen.

Bei all unseren Renovierungs- oder Verdichtungsprojekten wird ein besonderes Augenmerk auf die Verbesserung des Wohnkomforts und der Energieeffizienz gelegt.

2020 hat die Vaudoise 313 neue Wohnungen in Lausen (BL), Pully (VD), Lausanne Primerose (VD), Zürich Sumatrastrasse (ZH) und Lausanne Fiches Nord (VD) fertiggestellt.

Die aktive Verwaltung des Portfolios im Rahmen dieser Immobilienstrategie führte dazu, dass im Jahr 2020 neun Liegenschaften im Wert von insgesamt CHF 83 Miollionen verkauft wurden.

Ende 2020 belief sich der Gesamtwert des Immobilienparks der Vaudoise wie 2019 auf CHF 1,6 Milliarden. Der Anteil an Immobilienanlagen bleibt somit stabil bei 21,2 %.

Die Umsetzung der nachhaltigen Anlagepolitik der Gruppe wird in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 weitergeführt.

Anlageergebnisse

Das Anlagevolumen erhöhte sich per Ende 2020 um CHF 175,9 Millionen auf CHF 7’865,3 Millionen. Ohne Berücksichtigung der Anlagen auf Rechnung und Risiko des Versicherungsnehmers erhöhte sich das Volumen um CHF 152,8 Millionen auf CHF 7’554,9 Millionen.

Die Nettorendite gemäss Erfolgsrechnung beläuft sich 2020 auf 2,4 % gegenüber 2,5 % im Vorjahr. Die Netto-Performance zum Marktwert beträgt 3,3 % gegenüber 6,7 % im Vorjahr.

Vaudoise Asset Management

Neben der aktiven Verwaltung ihrer eigenen Anlagen verwaltet die Vaudoise-Gruppe über ihre Tochterfirmen Berninvest AG und Vaudoise Investment Solutions AG auch Immobilienanlagen für Dritte im Wert von CHF 2’352,7 Millionen, was einem Anstieg von CHF 137,4 Millionen im Vergleich zu 2019 entspricht.

Finanzanlagen
  • 1
    Kurzfristige Anlagen
  • 2
    Andere Wertschriften mit variablem Ertrag
  • 44
    Obligationen und andere festverzinsliche Wertschriften
  • 9
    Hypothekardarlehen
  • 6
    Darlehen an Körperschaften
  • 21
    Immobilien
  • 13
    Aktien
  • 4
    Alternative Anlagen
Konsolidiertes Eigenkapital
in Millionen CHF

Nachhaltigkeitsstrategie

Die Vaudoise entwickelt
ihre Nachhaltigkeitsstrategie

Gewinnweitergabe, Equal-Salary-Zertifizierung, Einsatz für die soziale und berufliche Wiedereingliederung, Finanzierung von Ökoquartieren in der Schweiz, Unterzeichnung der Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (PRI)… Die Vaudoise hat die Nachhaltigkeit lange vor ihrem ersten Nachhaltigkeitsbericht bereits gelebt. Im Einklang mit ihren genossenschaftlichen und humanistischen Werten ist das Thema Nachhaltigkeit schon seit vielen Jahren im Unternehmen verankert. Anlässlich des 125-jährigen Firmenbestehens im Jahr 2020 hat sich die Vaudoise auf ihr Engagement für die Gesellschaft konzentriert, was zur Entwicklung einer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie führte.

Das Bedürfnis, ihr Engagement in einen mit Ambitionen versehenen strategischen Rahmen einzubetten, wurde durch die Entwicklung eines neuen regulatorischen Umfelds noch verstärkt. Als Einleitung für den ersten, für 2022 geplanten Nachhaltigkeitsbericht gibt dieses Kapitel einen Ausblick auf die Nachhaltigkeitsstrategie und lässt die bereits existierenden Ansätze Revue passieren. Mit ihrer Strategie, bei der die genossenschaftliche Ausrichtung eine zentrale Rolle spielt, möchte die Vaudoise ihre Ziele formalisieren und ihr Engagement bekannt machen, ihre Anstrengungen messen und verbessern, um ihrer Rolle als verantwortungsvoller und leistungsstarker Akteur in unserer schnell ändernden Gesellschaft gerecht zu werden.

Mit der Unterzeichnung der Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (PRI) im Dezember 2019 hat sich der Verwaltungsrat deutlich für eine nachhaltige Politik und einen Nachhaltigkeitsbericht bei der Vaudoise ausgesprochen. Die Entwicklung des regulatorischen Umfelds in der Schweiz und international sowie interne und externe Impulse haben zu dieser Entscheidung beigetragen.

Ein wettbewerbsfähiges und verantwortlich handelndes Unternehmen braucht eine Nachhaltigkeitsstrategie und einen Nachhaltigkeitsbericht. Diese beiden Instrumente sind eine Voraussetzung für jedes Unternehmen, das sich wie die Vaudoise als verantwortungsvoller Akteur positionieren will, indem es in Sachen Nachhaltigkeit transparent ist.

Nachhaltigkeits-strategie im Entstehen

Strategischer Rahmen für Nachhaltigkeit

Wir ermöglichen es unseren Kunden, sorgenfrei zu leben, indem wir sie vor den wirtschaftlichen Folgen von Risiken schützen, die sie nicht selbst tragen können. Im Rahmen unserer verschiedenen Rollen und Verantwortungsgebiete tragen wir zu einer nachhaltigen Schweizer Gesellschaft bei.

In enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Departementen wurden für jeden Geschäftsbereich Ambitionen und Ziele der nachhaltigen Entwicklung definiert. Richtschnur dabei sind die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) und die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO (SDG), die international anerkannte Normen für das Reporting zur Nachhaltigkeit darstellen.

Im Folgenden werden die zentralen Punkte der Nachhaltigkeitsstrategie der Vaudoise beschrieben. Konkrete Beispiele verdeutlichen die Massnahmen und Anstrengungen im Bereich Nachhaltigkeit des Unternehmens, die bis heute unternommen wurden und die eine solide Basis für die schrittweise Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie bilden.

Engagierter Versicherer

Als engagierter Versicherer mit genossenschaftlichen Wurzeln entwickelt sich die Vaudoise mit einer langfristigen Vision im Interesse ihrer Kunden und Stakeholder, um zu einer nachhaltigen Schweizer Gesellschaft beizutragen. Sie bietet zuverlässige und leistungsstarke Versicherungs- und Vorsorgelösungen, die den Erwartungen unserer Versicherten entsprechen unter Wahrung der Sicherheit ihrer Daten.

Engagierter Versicherer

Erstklassige Produkte und Beratung
Die Zufriedenheit ihrer Kunden steht für die Vaudoise im Zentrum ihrer strategischen Vision. Ob es sich um eine Beratung zu Versicherungen, zur Vorsorge oder zu einer Hypothek handelt, den Beratern und Beraterinnen der Vaudoise ist es ein Anliegen, ihre Kunden transparent und verständlich zu informieren. Neben der herausragenden Qualität der Beratung und der Informationen sollte auch jegliches Nicht-Konformitätsrisiko gesenkt werden.

Langfristige Entwicklung und Gewinnweitergabe
Die Genossenschaft lenkt die Entwicklung der Aktivitäten des Unternehmens langfristig. Diese langfristige Strategie zeigt sich in der Solidität und der finanziellen Stabilität des Unternehmens, dass 2020 sein 125-jähriges Bestehen gefeiert hat. Um die genossenschaftlichen Wurzeln konkret zu leben und die Versicherten am Erfolg zu beteiligen, hat die Vaudoise 2011 ihr Programm zur Gewinnweitergabe neu aufgelegt und zwar in Form von Prämienreduktionen, von der abwechselnd Kunden mit einer Motorfahrzeug und einer Haftpflicht-/Sachversicherung profitieren. Dieses Jahr erhalten die Kunden der Vaudoise so CHF 34 Millionen, seit 2011 sind das nahezu CHF 250 Millionen.

 

Unsere Ambition: «Durch unsere genossen- schaftliche Struktur entwickeln wir Lösungen, die langfristig angelegt und im Interesse unserer Kunden und unserer Stakeholder sind.»

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Motivierender Arbeitgeber

Die Westschweizer Zeitschrift Bilan hat die Vaudoise 2018 und 2019 als besten Arbeitgeber ausgezeichnet. Ein Beleg dafür, wie wichtig der Vaudoise das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden ist. Die Personalpolitik der Vaudoise beruht auf gemeinsamer Verantwortung und gegenseitigem Respekt. Die Mitarbeitenden der Gruppe sollen in ihrem Berufsalltag begleitet werden und sie sollen ihre Tätigkeit sicher, gesund und motiviert ausüben können.

Ein herzliches Arbeitsklima
Die Vaudoise fördert ein respekt- und vertrauensvolles Arbeitsklima und setzt sich für das Gleichgewicht zwischen Privat- und Berufsleben ein. Sie will den hohen Zufriedenheitsgrad ihrer Mitarbeitenden erhalten. Alle drei Jahre beauftragt sie ein externes Unternehmen, eine anonyme Befragung bei den Mitarbeitenden durchzuführen. 2020, genau wie 2017, gaben 95 % der Mitarbeitenden an, zufrieden zu sein, beim Unternehmen zu arbeiten, 92 % haben Vertrauen in die Direktion und 92 % in die Qualität der Beziehung zu ihrem Vorgesetzten. Die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden ist für die Vaudoise entscheidend für die Zufriedenheit ihrer Kunden und für den Erfolg ihrer Weiterentwicklung und Transformation.

Motivierender Arbeitgeber

Mitarbeiterförderung
Die Weiterentwicklung unseres Personals ist uns ebenfalls ein grosses Anliegen. Deshalb wurde ein abteilungsübergreifender Ausbildungsausschuss eingerichtet, um sicherzustellen, dass der Ausbildungsbedarf der verschiedenen Fachbereiche gedeckt wird. Das Management fördert das «Empowerment» der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In diesem Sinne wurde ein Mentoring-Programm für junge Talente eingeführt.

Homeoffice und Coronavirus
Als im März 2020 der erste Teil-Lockdown verhängt wurde, konnten die Mitarbeitenden der Vaudoise innerhalb von einem Tag zum Homeoffice übergehen, da bereits alle seit 2018 mit einem Tablet ausgestattet waren. So können alle sicher von zu Hause aus arbeiten. Um den Komfort im Homeoffice zu erhöhen, hat die Vaudoise zusätzliches IT-Equipment zur Verfügung gestellt. Diese Aktion wurde Anfang 2021 wiederholt. Während des Teil-Lock- Down behielt die Vaudoise das Stresslevel der Mitarbeitenden angesichts der neuen Situation im Auge. Das Zeiterfassungssystem wurde angepasst, so dass Minusstunden nicht berücksichtigt wurden.

Unsere Ambition: «Gemeinsam bieten wir ein sicheres, gesundes, von gegenseitigem Respekt geprägtes und motivierendes Arbeitsumfeld.»

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Verantwortungsvoller Investor

Als Versicherer und Asset Manager ist sich die Vaudoise der Herausforderungen bzgl. Umwelt, Soziales und Governance (ESG) bewusst und verfolgt eine nachhaltige Anlagepolitik, um die Performance und die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihrer Investitionen zu verbessern.

Nachhaltige Investitionen
Am 18. Dezember 2019 hat die Vaudoise die Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (PRI) unterzeichnet und ihre nachhaltige Anlagepolitik in einer Charta für verantwortungsbewusstes Investieren auf ihrer Internetseite umrissen. Um die Folgen ihrer Aktivitäten zu kontrollieren, berücksichtigt sie bei allen Anlageentscheidungen ESG-Kriterien und investiert nicht in Unternehmen, die ihrer ESG-Politik entgegenstehen.

Die CO2-Bilanz
Als verantwortungsvolle Investorin misst die Vaudoise der Reduktion von CO2-Emissionen bei ihren Anlagen einen hohen Stellenwert bei, im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen.

Verantwortungsvoller Investor

Unsere Ambition: «Wir sind uns bewusst über die Auswirkungen unserer Investitionstätigkeit, reduzieren deren negativen und erhöhen deren positiven Einfluss.»

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Die Vaudoise als Corporate Citizen

Als Unternehmen mit genossenschaftlichen Wurzeln, das nah bei seinen Kunden ist, setzt sich die Vaudoise aktiv für eine nachhaltigere Schweizer Gesellschaft ein. Neben seinem Einsatz für die soziale und berufliche Wiedereingliederung, insbesondere mit ihrem Freiwilligenprogramm, unterstützt das Unternehmen auch das kulturelle und künstlerische Erbe der Schweiz, und achtet gleichzeitig darauf, die Umwelt nicht zu belasten.

Corporate Social Responsibility
Im Rahmen ihres CSR-Programms setzt sich die Vaudoise für die soziale, berufliche und schulische Wiedereingliederung ein. Seit 2014 beschreibt sie ihr Engagement in diesem Bereich in ihrer CSR-Charta. Dieses Thema dient dem Unternehmen als roter Faden in seiner Spendenpolitik und bei der Organisation seiner Freiwilligentage «Involvere», die seit 2014 stattfinden, und bei denen jedes Jahr rund 200 Mitarbeitenden teilnehmen.

Auch das Thema Artenvielfalt liegt der Vaudoise am Herzen. Im Rahmen ihres CSR-Programms hat die Vaudoise 2016 drei Bienenstöcke aufgestellt, um das Bewusstsein der Mitarbeitenden für das Thema Biodiversität bei Honig-Workshops zu wecken.

Die Vaudoise als Corporate Citizen

Unterstützung von Initiativen mit positivem Beitrag
Das Thema Umwelt liegt der Vaudoise besonders am Herzen und so ist sie Gründungsmitglied der Schweizer Klimastiftung. Über diese Mitgliedschaft setzt sie sich für Projekte kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) ein, die zum Klimaschutz beitragen. Die Vaudoise hat darüber hinaus auch die Initiative CEO4Climate unterzeichnet, die es ihr neben Networking und Informationsaustausch ermöglicht, sich im Hinblick auf eine „Null-CO2-Emis- sions-Gesellschaft“ bis 2050 für die Schweizer Klimapolitik zu engagieren.

Unsere Ambition: «Als kundennahes Unternehmen setzen wir uns aktiv für eine nachhaltigere Schweizer Gesellschaft ein.»

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Fazit und Ausblick

Die Nachhaltigkeitsstrategie und der dazugehörige Bericht sollen der Identität und den Werten sowie der Mission der Vaudoise als Versicherer gerecht werden. Sie sind zentrale Instrumente, um es der Vaudoise zu ermöglichen, immer mehr zu einer nachhaltigen und erfolgreichen Schweizer Gesellschaft beizutragen.

Die Vaudoise wird im Jahr 2021 ihre Nachhaltigkeitsanstrengungen messen und sich dabei an den GRI-Standards orientieren. Diese stellen die international anerkannten Best Practices zum Reporting der wichtigsten Herausforderungen an Unternehmen dar, und zwar auf wirtschaftlicher, ökologischer oder sozialer Ebene. Sie orientiert sich darüber hinaus an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der UNO, die allgemein die Richtung vorgeben. Sie ermöglichen es, die zukünftigen Bedürfnisse mit einer langfristigen Perspektive zu beschreiben und so neue Marktchancen zu identifizieren.

Der auf diesen Standards aufbauende Nachhaltigkeitsbericht liefert Informationen darüber, inwiefern ein Unternehmen einen positiven oder negativen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet. Um ihre Ambitionen umzusetzen, hat die Vaudoise

diese in konkrete mittelfristige Ziele umgewandelt und Indikatoren zur Messung des Fortschritts und des Erreichungsgrads definiert. Der erste Nachhaltigkeitsbericht, der 2022 veröffentlicht wird, wird nach diesen Standards und Anforderungen erstellt, wodurch eine Bewertung möglich wird.

Ein Symbol für die Zukunft

Jedes Wachstum beginnt mit einem Samen – Symbol für eine einfache, aber zugleich unglaublich reichhaltige Grundlage. Ein Samenkorn steht für das Gedeihen und Aufblühen komplexester Formen und für die Entstehung des organischen Lebens.

Über

9'500,0 Jahre
So alt soll der älteste Baum der Welt sein. Es handelt sich hierbei um eine Fichte, die 2004 in Schweden entdeckt wurde.

Es ist ganz einfach, einen Samen zu pflanzen: Dazu bedarf es nur ein wenig Erde, Wasser und Licht.
Eine Pflanze ist im Handumdrehen gesetzt, und doch wächst und gedeiht sie über Jahre hinweg, und führt uns so vor Augen, dass wir auch mit den kleinsten Gesten Grosses bewirken können.

Rotbuche Rotbuchen werden 30 bis 35 m hoch und ihr Stamm kann bei hundertjährigen Bäumen bis zu 2,50 m dick werden. Aussergewöhnliche Exemplare erreichen sogar eine Höhe von bis zu 45,5 m und einen Stammdurchmesser über 6 m. Birke Die Birke als «Maibaum» ist traditionellerweise der germanischen Liebesgöttin Freya gewidmet. Nicht selten ritzen deshalb junge Paare ihre Namen in die Rinde und verewigen so ihre Liebe. Zeder Zedern werden bis zu 50 m hoch und bis zu 2000 Jahre alt. Die älteste zurzeit bekannte Zeder ist rund 1254 Jahre alt. Kanadischer Judasbaum Der kanadische Judasbaum wird bis zu 8 m hoch und hält Temperaturen von bis zu -29° Celsius stand. Die Temperaturresistenz von Bäumen nennt man auch Robustheit. Hainbuche Die Hainbuche gehört eigentlich zu den Birkengewächsen. Dennoch sehen die Blätter denjenigen der Rotbuche zum Verwechseln ähnlich. Kleiner, aber feiner Unterscheid: Die Blätter der Hainbuche sind gezahnt, während die Rotbuche seidig behaarte Blätter bildet. Eiche Die DNA der «Napoleoneiche» am Uni-Campus Dorigny bei Lausanne wurde vollständig sequenziert. Die Biologen haben festgestellt, dass sie in ihren 239 Lebensjahren stabil geblieben ist. Diese Erkenntnis könnte zum unserem Verständnis zur Langlebigkeit der Bäume beitragen. Engelmann-Fichte Der älteste Baum der Erde, genannt «Old Tjikko», ist eine Fichte und wurde 2004 in einem schwedischen Wald entdeckt. Mit einer Höhe von nicht ganz zwei Metern hat die C14-Methode sein Alter auf ganze 7’890 Jahre datiert. Ahorn Der Ahorn ist gemäss griechischer Mythologie Phobos gewidmet, dem Gott des Schreckens. In der Ilias wird das berühmte trojanische Pferd aus dem sehr beständigen Ahornholz gefertigt. Linde Die grösste Linde der Schweiz befindet sich in Linn, Aargau, die zweitgrösste steht im Kanton Waadt. Die «Linner Linde» wurde im 14. Jahrhundert gepflanzt. Sie ist ganze 25 Meter hoch, ihr Stammumfang beträgt 11 Meter. Kobushi-Magnolie Die Kobushi-Magnolie erreicht eine Höhe von 2 bis 3 Metern. Im Gegensatz zur Immergrünen Magnolie ist die Kobushi-Magnolie laubabwerfend. Ihre Hauptblütezeit ist im März bis Mitte April. Die duftenden Blüten sind innen weiss und aussen rosafarben schimmernd. Sumpf-Magnolie Der Name Magnolie stammt vom Botaniker Pierre Magnol aus Montpellier (1638-1715). Die Sorte ist mit der Eiszeit aus Europa verschwunden und wurde dann aus Nordamerika, China und Japan wieder eingeführt. Die amerikanische Sumpf-Magnolie wird 50 bis 60 m hoch (in Europa etwas weniger) und kann bis zu 500 Jahre alt werden (in Europa bis 300 Jahre). Ihr Stamm kann 2 bis 3 m dick werden. Rosskastanie Der Legende nach sei der erste Kastanienbaum um 1557 in Konstantinopel eingeführt worden, worauf sich die Sorte dann in Europa ausbreitete. In Wirklichkeit wurde die Edelkastanie bereits in der griechischen Antike verbreitet kultiviert; die Römer verbreiteten die Edelkastanie im ganzen Römischen Reich bis nach Britannien. Zürgelbaum Der Amerikanische (bzw. Westliche) Zürgelbaum (Celtis occidentalis) ist sehr kälteresistent: bis zu -40° C hält er locker aus.

Platane Die Platane ist eine in unseren Breitengraden weit verbreitete Baumsorte und wird oft als Alleebaum auf Plätzen und Strassen genutzt. Er kann bis zu 4000 Jahre alt werden. Apfelbaum Der gemeine Kulturapfelbaum besitzt 992 Krankheitsresistenzgene und hat sein Genom vor 50 bis 65 Millionen Jahren komplett verdoppelt. Dieses Phänomen könnte auf eine Überlebensstrategie zurückzuführen sein, die von einer für viele Arten verheerenden Katastrophe ausgelöst wurde, z. B. das Aussterben der Dinosaurier. Pflaumenbaum Es gibt über 300 Pflaumenarten verschiedener Farben, Grössen und unterschiedlichen Geschmacks. Sie werden in 7 Unterarten eingeteilt: Zwetschge, Kriechen-Pflaume oder Hafer-Pflaume, Halbzwetsche, Edel-Pflaume, Spilling, Ziparte, Mirabelle. Weisstanne Die Weisstanne ist die höchste Baumsorte in Europa. Sie kann bis zu 80 m hoch werden, ihr Stamm wird bis zu 2 m dick. Sie wird bis zu 500 Jahre alt.

Mandalas und ihre Zusammensetzung

«Mandala» bedeutet auf Sanskrit so viel wie «Kreis», «Umwelt», «Gemeinschaft». Die Mandalas, die wir Ihnen hier vorstellen, bestehen aus Baumsamen der Region. Sie zeigen uns den ganzen Reichtum ihrer Formen und Farben und lassen uns die Schönheit und die Harmonie der Natur in ihrer Vielfalt bewundern.

Nächstes Mandala

Corporate
Governance

Mitglieder des Verwaltungsrats per 31. Dezember 2020

Paul-André Sanglard

Präsident, nicht exekutives Mitglied
Nationalität Schweiz

1994 — 2021

Mandat Vaudoise Versicherungen Holding AG

1994 — 2021

Mandate Mutuelle Vaudoise, Vaudoise Allgemeine
und Vaudoise Leben

Paul-André Sanglard

Paul-André Sanglard studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Genf, wo er auch sein Doktorat erwarb. Er begann seine Tätigkeit beim Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten, wo er von 1977 bis 1978 als Ökonom tätig war. Danach war er bis 1979 Research Fellow an der Universität Stanford und am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Zurück in der Schweiz arbeitete er von 1979 bis 1984 als erster Leiter der zentralen Tresorerie des Kantons Jura und wurde anschliessend ins «Executive Committee» des Weltwirtschaftsforums gewählt, wo er bis 1989 blieb. Gleichzeitig dozierte er zwischen 1983 und 1995 öffentliche Finanzen an der Universität Genf. In der Zwischenzeit machte er sich als Ökonom selbstständig und stiess 1994 zum Verwaltungsrat der Gruppe Vaudoise Versicherungen, wo er ab 2005 Vizepräsident war und seit 2009 als Präsident tätig ist.

Unter anderem war er zwischen 1995 und 2016 Verwaltungsratspräsident der Banque Cantonale du Jura in Pruntrut. Von 1999 bis 2016 war er ebenfalls Verwaltungsratspräsident der Ophtalmology Network Organization in Genf. Von 2002 bis 2009 war er Verwaltungsrat und später Verwaltungsratspräsident der British American Tobacco Switzerland SA in Boncourt. 2002 wurde er Verwaltungsrat der Waadtländer Kantonalbank, der Banque Cantonale Vaudoise in Lausanne, wo er von 2016 bis 2018 Vizepräsident war. 2005 trat er in den Verwaltungsrat der TSM Transportversicherungs- Gesellschaft in La Chaux-de-Fonds und 2008 in den Verwaltungsrat der Edmond de Rothschild Asset Management (Suisse) in Genf ein, wo er bis 2020 Mitglied war. Ab 2008 war er ausserdem im Verwaltungsrat von Baader Helvea in Zürich und QNB Banque Privée (Suisse) in Genf, deren Vizepräsident er 2016 wurde. 2009 stiess er als Verwaltungsrat zur Vermögensverwaltungsgesellschaft Pury Pictet Turrettini & Cie und wurde 2020 zum Präsidenten gewählt, 2014 stiess er zur Bank Société Générale Private Banking (Schweiz), deren Vizepräsident er 2017 wurde, 2016 zur Millenium Banque Privée BCP (Schweiz) und 2017 zur Banque Héritage, deren Präsidium er 2018 übernahm (alle in Genf).

Chantal Balet Emery

Vizepräsidentin, nicht exekutives Mitglied
Nationalität Schweiz

2000 — 2021

Mandat Vaudoise Versicherungen Holding AG

2000 — 2023

Mandate Mutuelle Vaudoise, Vaudoise Allgemeine
und Vaudoise Leben

Chantal Balet Emery

Chantal Balet Emery hat an der Universität Lausanne Rechtswissenschaften studiert und verfügt über ein Patent als Rechtsanwältin und Notarin. 1984 gründete sie ihre eigene Kanzlei, wo sie während zehn Jahren tätig war. Von 1993 bis 1994 war sie gleichzeitig Ersatzrichterin am Walliser Kantonsgericht. Im Jahr 1994 stiess sie als Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin des Verbandsbüros Westschweiz zur Gesellschaft zur Förderung der schweizerischen Wirtschaft (wf), der heutigen economiesuisse, wo sie bis 2008 tätig war. Parallel dazu amtete sie von 1998 bis 2002 als Sekretärin des Verbandes der Walliser Industriellen. Ab 2006 sass sie während drei Jahren im Verwaltungsrat des Hospice Général in Genf, der Solvis AG von 2008 bis 2010 und der SERV von 2006 bis 2009 sowie der Maison Gilliard AG von 2006 bis 2018, wo sie von 2017 bis 2018 Präsidentin war. Von 2005 bis Juni 2015 war sie ausserdem Stiftungsrätin der Fondation Leenaards in Lausanne. Neben ihrem Engagement im Verwaltungsrat der Vaudoise Versicherungen seit 2000 nimmt sie weitere Verwaltungsratsmandate wahr, namentlich seit 2009 bei der Walliser Kantonalbank in Sitten, von 2013 bis März 2018 bei der Implenia AG in Dietlikon und seit 2013 bei der OLF SA in Corminboeuf. Sie ist Rechtsberaterin in der Kanzlei Pratifori 5 in Sitten und Partnerin im Cabinet conseils FBL associés.

Martin Albers

Verwaltungsrat, nicht exekutives Mitglied
Nationalität Schweiz

2016 — 2021

Mandat Vaudoise Versicherungen Holding AG

2016 — 2022

Mandate Mutuelle Vaudoise, Vaudoise Allgemeine
und Vaudoise Leben

Martin Albers

Martin Albers hält einen Master in Engineering der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und einen MBA der Kellogg School of Management, Northwestern University Chicago. Er begann seine Karriere 1986 als Systems Engineer bei IBM, bevor er 1991 als Strategy Consultant zur Boston Consulting Group stiess. 1994 trat er bei der Rückversicherung Swiss Re ein und bekleidete während 10 Jahren verschiedene Führungsfunktionen innerhalb der Gruppe in verschiedenen Ländern. Er war zuerst während zwei Jahren Head of Product Controlling der Abteilung Risk in Zürich und wurde anschliessend 1996 zum Präsidenten und CEO von Swiss Re Canada. Nach drei Jahren in Kanada kam er nach Europa zurück, um in London die Leitung von Swiss Re UK bis 2002 zu übernehmen. Danach kehrte er zu Swiss Re in Zürich zurück und wurde als Head of Risk Solutions Division Teil der Generaldirektion bis 2011. 2005 wechselte er die Abteilung und leitete die Client Markets Europe Division (EMEA). 2011 wurde er zum Präsidenten von Swiss Re Ltd gewählt, wo er bis 2014 die Implementierung der neuen Holding-Struktur leitete. Er ist derzeitig Präsident des Verwaltungsrats des Rückversicherers MS Amlin AG, der Teil des international tätigen Versicherers und Rückversicherers MS&AD Insurance Group Holdings ist. Neben seinem Mandat im Verwaltungsrat der Vaudoise Versicherungen seit 2016 ist Martin Albers Vizepräsident des Verwaltungsrats der Pestalozzi-Stiftung und Mitglied des Verwaltungsrats der Stiftung Technopark.

Javier Fernandez-Cid

Verwaltungsrat, nicht exekutives Mitglied
Nationalität Spanien

2012 — 2021

Mandat Vaudoise Versicherungen Holding AG

2012 — 2022

Mandate Mutuelle Vaudoise, Vaudoise Allgemeine
und Vaudoise Leben

Javier Fernandez-Cid

Javier Fernandez-Cid hat ein Lizenziat der Rechtswissenschaft von der Universität Madrid. Er verbrachte seine gesamte Karriere innerhalb der Mapfre-Gruppe. Von 1989 bis 1994 lebte er in Brüssel, wo er den Posten des stellvertretenden Generaldirektors der Mapfre-Re bekleidete. Er setzte seine Karriere innerhalb der Mapfre-Gruppe in New Jersey fort, wo er im Jahr 2000 Präsident und CEO der Mapfre Reinsurance Corporation USA wurde. 2006 kehrte er zurück nach Madrid und übte während drei Jahren ein Doppelmandat als Verwaltungsrat und Generaldirektor der Mapfre Internacional aus, wo er 2012 exekutiver Verwaltungsratspräsident wurde. Von 2007 bis 2011 hatte er den Vorsitz im Verwaltungsrat von Mapfre in der Türkei inne. Er hat einen Sitz im Verwaltungsrat zweier Versicherungsgesellschaften der Mapfre-Gruppe: seit 2008 bei der Middlesea Insurance in Malta und seit 2011 bei der Mapfre Insular auf den Philippinen. 2008 wurde er darüber hinaus zum Präsidenten und Mitglied des Verwaltungsrats von Mapfre USA in Massachusetts gewählt. Von 2009 bis 2012 war er Verwaltungsrat von Mapfre Caucion y Credito und von 2010 bis 2015 Verwaltungsrat von Mapfre Global Risks (beide in Madrid). Von 2013 bis 2016 war er exekutives Mitglied der Gruppe Mapfre in Madrid. Neben seinem Verwaltungsratsmandat bei der Vaudoise verwaltet er seit 2007 Mapfre Reasurago und seit 2009 Mapfre Asistencia, beide in Madrid, und ist seit dem 31. Dezember 2016 nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. 2017 wurde er Mitglied im Beirat (Advisory Board) der Mozo-Grau SA, einer nordspanischen Industriegruppe. Darüber hinaus steht er der Cloudware SL vor, einem Technologie- Start-up, das im Bereich Cloud-Gaming tätig ist. 2019 wurde er zum Vizepräsidenten von ASE (Acción Social Entrepresarial) ernannt, einer Vereinigung nicht gewinnorientierter Unternehmen in Madrid. Seit 2019 ist er ausserdem Mitglied des Beirats des Voluntary Solidarity Fund (VSF) Spanien, ebenfalls in Madrid.

Eftychia Fischer

Verwaltungsrätin, nicht exekutives Mitglied
Nationalitäten Schweiz und Griechenland

2016 — 2021

Mandat Vaudoise Versicherungen Holding AG

2016 — 2022

Mandate Mutuelle Vaudoise, Vaudoise Allgemeine
und Vaudoise Leben

Eftychia Fischer

Eftychia Fischer machte 1984 ihren Bachelorabschluss in Physik am Imperial College in London und schloss 2002 das Advanced Management Program (AMP) an der Wharton Business School der Universität von Pennsylvania ab. Sie besitzt ebenfalls die Titel CFA des Institute of Chartered Financial Analysts und FRM (Financial Risk Manager). Sie begann ihre berufliche Karriere 1985 in London bei der Société Générale als Interest Rate Derivative Trading Junior. 1986 verbrachte sie ein Jahr bei der UBS in der Schweiz als Business Development Analyst, bevor sie von 1987 bis 1992 ALM and Treasury Manager bei J.P. Morgan & Co. war. 1993 wurde sie Fixed Income Trader bei der Nationalbank von Griechenland und wechselte 1994 zu Lazard Frère & Cie in Frankreich als Fixed Income Portfolio Manager. 1996 stiess sie zur Julius Bär Gruppe in der Schweiz, wo sie bis 2004 verschiedene Führungsfunktionen innehatte. So leitete sie von 1996 bis 2003 die Abteilung Asset and Liability Management, von 2003 bis 2004 die Abteilung Trading und 2004 die Abteilung Fixed Income Proprietary Trading and Sales. Danach übernahm sie bei EFG International während drei Jahren die Funktion als Global Head der Abteilung Financial Market Services and Treasury und bis 2008 die Funktion als Chief Risk Officer. Sie gründete anschliessend die Firma Larix Asset Management, die sie während zwei Jahren leitete. 2010 wurde sie zur Generaldirektorin des Treasury and Trading und zur Chefin der institutionellen Leitung bei der Union Bancaire Privée (UBP) SA gewählt. Diese Funktion übte sie bis 2015 aus, bevor sie in den Verwaltungsrat von UBP eintrat. Seit 2020 ist sie Verwaltungsrätin der Banque Cantonale Vaudoise (BCV), der Waadtländer Kantonalbank. Neben ihrem Engagement in den Verwaltungsräten der Vaudoise Versicherungen, der UBP und der BCV sitzt Eftychia Fischer auch im Verwaltungsrat von Sherpa Asset Management.

Philippe Hebeisen

Verwaltungsrat, nicht exekutives Mitglied
Nationalität Schweiz

2020 — 2021

Mandat Vaudoise Versicherungen Holding AG

2020 — 2023

Mandate Mutuelle Vaudoise, Vaudoise Allgemeine
und Vaudoise Leben

Philippe Hebeisen

Philippe Hebeisen studierte Rechtswissenschaften an der Universität Lausanne, wo er das Lizenziat erwarb. Im Jahr 1983 wurde er zum Sekretär bei der Schweizerischen Zentrale für Handelsförderung (Osec) in Zürich berufen. 1986 trat er in die Genfer Versicherungen ein, wo er zunächst die Funktion des Generalsekretärs innehatte und dann ab 1992 als Mitglied der Geschäftsleitung die Verantwortung für das Departement Privatkunden übernahm. 1999 wurde er in der Funktion eines Direktors mit der Schaffung des Departements Unternehmen bei der Gruppe Vaudoise Versicherungen beauftragt, bevor er 2004 die Leitung des Departements Marketing & Vertriebsnetz übernahm. 2009 wurde er zum Generaldirektor und CEO ernannt, und er übte diese Funktion bis 2020 aus. Im Rahmen seiner Funktionen sass er im Verwaltungsrat mehrerer Tochtergesellschaften, die zu 100 % von der Gruppe Vaudoise Versicherungen gehalten werden. Neben dieser Tätigkeit war er Vorstandsmitglied des Schweizer Versicherungsverbands (SVV) und zwischen 2009 und 2020 Verwaltungsrat von Mapfre Re (Madrid) sowie von Europ Assistance (Schweiz) Holding AG von 2010 bis 2020. Weiter war er von 2019 bis 2020 Mitglied des Verwaltungsrats von Landolt & Cie SA in Lausanne. Seit 2018 ist er ausserdem Vorstandsmitglied von economiesuisse. Zudem ist er seit 2017 Präsident des Stiftungsrats der Oper Lausanne.

Peter Kofmel

Verwaltungsrat, nicht exekutives Mitglied
Nationalität Schweiz

1999 — 2021

Mandat Vaudoise Versicherungen Holding AG

1999 — 2023

Mandate Mutuelle Vaudoise, Vaudoise Allgemeine
und Vaudoise Leben

Peter Kofmel

Peter Kofmel hat 1981 sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bern abgeschlossen und ist Rechtsanwalt und Notar. Er begann seine Tätigkeit 1985 als Unternehmensberater bei der BDO Visura, wo er bis 2004 tätig war, ab 2005 führte er diese Tätigkeit dann als Selbstständiger fort. Parallel dazu verfolgte er von 1985 bis 1995 im Parlament des Kantons Solothurn, dann bis 2003 im Nationalrat eine politische Karriere. Neben seinen Verwaltungsratsmandaten bei den Vaudoise Versicherungen seit 1999 ist er Verwaltungsratspräsident der GVFI International AG in Basel (seit 1998), der GVFI Europe B. V. in Rotterdam (seit 2009) sowie der Genossenschaft ABZ in Spiez (seit 2010). Zudem ist er seit 2002 Mitglied des Exekutivausschusses des Stiftungsrats von SWITCH in Zürich und seit 2016 dessen Präsident, seit 2020 ist er Präsident des Verwaltungsrat der Commercium Immobilien AG in Baar, von 2006 bis Ende 2017 war er Vizepräsident des Schulrates der Fachhochschule Nordwestschweiz und zwischen 2007 und Juni 2017 war er Präsident des Schweizerischen Instituts für Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder (SIVG) in Bern.

Cédric Moret

Verwaltungsrat, nicht exekutives Mitglied
Nationalität Schweiz

2020 — 2021

Mandat Vaudoise Versicherungen Holding AG

2020 — 2023

Mandate Mutuelle Vaudoise, Vaudoise Allgemeine
und Vaudoise Leben

Cédric Moret

Cédric Moret hat 1992 seinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Fakultät für Wirtschaft (HEC) der Universität Lausanne gemacht und seine Ausbildung 2001 mit einem Master of Business Administration (MBA) an der Harvard Business School in Boston abgerundet. Seine Karriere begann er 1993 als Brand Manager bei Procter & Gamble, wo er die Lancierung von zahlreichen Märkten in Europa, Asien, im Nahen Osten und in Afrika begleitete. 2001 wechselte er zu McKinsey & Company Switzerland, wo er Geschäftsleitungsmitglieder dabei beriet, neue Wachstumsquellen zu finden, die organisatorische Komplexität zu vermindern und Betriebsabläufe zu verbessern. Von 2006 bis 2014 war er als Partner Vorstandsmitglied bei McKinsey & Company Switzerland. Seit 2015 ist Cédric Moret Group Chief Executive Officer der ELCA-Gruppe. Neben seinem Engagement im Verwaltungsrat der Vaudoise Versicherungen ist Cédric Moret auch Verwaltungsrat der Landolt & Cie SA und Vorstandsmitglied von digitalswitzerland.

Jean-Philippe Rochat

Verwaltungsrat, nicht exekutives Mitglied
Nationalität Schweiz

2009 — 2021

Mandat Vaudoise Versicherungen Holding AG

2009 — 2021

Mandate Mutuelle Vaudoise, Vaudoise Allgemeine
und Vaudoise Leben

Jean-Philippe Rochat

Jean-Philippe Rochat absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Lausanne, wo er das Lizenziat erwarb. Sein beruflicher Werdegang begann 1981 bei Publicitas als Jurist. Drei Jahre später verliess er den führenden Werbevermarkter und wurde Hilfsrevisor bei Fidinter in Lausanne. Von 1985 bis 1987 absolvierte er sein Anwaltspraktikum in Genf und wurde anschliessend als Anwalt bei der Kanzlei Pfyffer, Argand, Troller & Associés angestellt, wo er zwei Jahre blieb. 1989 wurde er Partner in der Kanzlei Carrard & Associés (seit 2015 Kellerhals Carrard). Parallel zu seinem Verwaltungsratsmandat bei der Gruppe Vaudoise Versicherungen ist er Mitglied des Verwaltungsrates von La Foncière – Investissements Fonciers in Lausanne, vom Casino de Montreux, von der Vetropack Holding AG in Saint-Prex und von der Hochdorf Holding AG in Hochdorf. Er ist Honorarkonsul von Finnland in Lausanne.

Mitglieder der Direktion
per 31. Dezember 2020

1. Reto Kuhn

Direktor, CIO, Leiter Departement Asset Management

2. Grégoire Fracheboud

Direktor, Leiter Departement Vertrieb und Marketing

3. Nathalie Follonier-Kehrli

Direktorin, Generalsekretärin, Leiterin Rechtsdienst und Unternehmenskommunikation

4. Christoph Borgmann

Direktor, CFO, Leiter Departement Finanzen

5. Karim Abdelatif

Direktor, Leiter Departement Human Resources

6. Christian Lagger

Direktor, Leiter Departement Vermögensversicherungen

7. Jean-Daniel Laffely

Generaldirektor, CEO

8. Jacques Marmier

Direktor, Leiter Departement Personenversicherungen

9. Stanislas Bressange

Direktor, CTO, Leiter Departement Digitale Transformation und Informationssysteme ab 18. Januar 2021

10. Frédéric Traimond

Direktor, CRO, Leiter Departement Aktuariat und Rückversicherung

Biographien

Jean-Daniel Laffely

Schweizer Staatsbürger, Direktor, CIO, Leiter Departement Asset Management

Jean-Daniel Laffely hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften der Universität Lausanne (HEC). Sein beruflicher Werdegang beginnt 1989 bei den «La Suisse» Versicherungen, wo er verschiedene Funktionen ausübt, bevor er 2002 zum Direktionsmitglied und im Departement Aktuariat zum Leiter der Abteilung Rechnungsabschlüsse/Reporting und Rückversicherung Leben und Nichtleben ernannt wird. 2006 stösst er als Chief Risk Officer (CRO) zur Vaudoise. Gleichzeitig hält er ab 2007 das Amt des Regionalverantwortlichen im Tessin inne. Am 1. Oktober 2008 wechselt er ins Departement Vertrieb, um im Juni 2009 die Verantwortung für das Departement Finanzen und Anlagen zu übernehmen, aus dem 2012 der Sektor Finanzen wird. Im selben Jahr wird er zum stellvertretenden Generaldirektor ernannt. Im Zuge einer internen Umstrukturierung wird er im Dezember 2017 Leiter des Departements Finanzen & strategische Projekte. Nach den Generalversammlungen im Mai 2020 tritt er die Nachfolge von Philippe Hebeisen als Generaldirektor und CEO an. Im Rahmen seiner Funktionen sitzt er ebenfalls im Verwaltungsrat einer Tochtergesellschaft, die zu 100 % von der Gruppe Vaudoise Versicherungen gehalten wird (s. Punkt 3.1). Gleichzeitig ist er Vizepräsident der Europ Assistance (Schweiz) Holding AG und Verwaltungsrat von Mapfre Re (Madrid). Er ist seit 2020 Vorstandsmitglied des Schweizer Versicherungsverbands (SVV).

Karim Abdelatif

Schweizer Staatsbürgerin, Direktorin, Generalsekretärin, Leiterin Legal, Compliance und Unternehmenskommunikation

Karim Abdelatif schliesst 1992 ein Studium in Wirtschaftswissenschaften und Soziologie mit einem Master in Human Resource Management der Universität Paris 2 ab. 1993 übernimmt er die Verantwortung für die Beziehungen zu Schulen und Universitäten in einem zur Bouygues Construction Gruppe gehörenden Unternehmen, bevor er dort Personalleiter wird. Im Jahr 2000 tritt er als stellvertretender Direktor und Verantwortlicher für die HR Entwicklung in die Losinger Bau AG ein. Im Jahr 2004 wird er zum Direktor Human Resources und Kommunikation und zum Mitglied der Direktion ernannt. 2009 wechselt er das Tätigkeitsgebiet und geht als HR-Direktor zum Genfer Biotechnologie-Unternehmen NovImmune. Im April 2013 stösst er als stellvertretender Direktor und Leiter des Departements Human Resources zur Vaudoise. Im Mai 2014 wird er als Direktor Human Resources Mitglied des Direktionsausschusses.

Christoph Borgmann

Französischer Staatsbürger, CTO, Leiter Departement Digitale Transformation und Informationssysteme ab 18. Januar 2021

Christoph Borgmann ist Diplom-Volkswirt und promovierter Ökonom der Universität Freiburg im Breisgau und hat eine Executive Education an der Harvard-Universität abgeschlossen. Er beginnt seine berufliche Karriere 2004 beim Beratungsunternehmen McKinsey & Company in Zürich und wechselt dann als Senior Strategist zur Zurich Insu- rance Group in Zürich, wo er später Group Operations Manager wird. 2010 wird er zum Chief Financial Officer der Zurich Gruppe Deutschland ernannt, bevor er 2013 wieder zur Zurich Insurance Group in die Schweiz zurückkehrt und verschiedene Funktionen innerhalb der Zurich Schweiz innehat: zuerst Chief Operating Officer bis 2016, dann Chief Operating & Technology Officer bis Juni 2019. Im Rahmen seiner verschiedenen Funktionen bei der Zurich Versicherung zwischen 2010 und 2019 sitzt er im Verwaltungsrat mehrerer Tochtergesellschaften der Gruppe. Er tritt im November 2019 in die Vaudoise Versicherungen ein, wird am 1. Januar 2020 offiziell in den Direktionsausschuss aufgenommen und übernimmt nach den Generalversammlungen im Mai 2020 die Funktion des CFO von Jean-Daniel Laffely. Im Rahmen seiner Funktionen sitzt er ebenfalls im Verwaltungsrat mehrerer Tochtergesellschaften, die zu 100 % von der Gruppe Vaudoise Versicherungen gehalten werden (s. Punkt 3.1). Er ist seit 2020 Mitglied im Ausschuss Finanzen und Reglementierung des SVV.

Stanislas Bressange

Französischer Staatsbürger, CTO, Leiter Departement Digitale Transformation und Informationssysteme ab 18. Januar 2021

Stanislas Bressange hält ein Ingenieurdiplom von der École internationale des sciences du traitement de l’information (EISTI) in Paris. Seine Karriere beginnt im Jahr 1992 bei der Gruppe Spie Batignolles, wo er als Projektleiter in Frankreich und den USA tätig ist, bevor er 1996 als Direktor für Vertriebs-, Marketing-und Logistiktätigkeiten in die Henkel-Gruppe eintritt. Im Jahr 2000 wird er Direktor der Informationssysteme für Frankreich, den Nahen Osten und Afrika. Im Jahr 2004 tritt er in die Business-Objects-Gruppe als Direktor der Informationssysteme für Europa und Asien ein und übernimmt ebenfalls den Bereich Mergers and Acquisitions. Mit dem Eintritt in die La Mutuelle Générale in Paris im Jahr 2009 als Direktor der Organisation, der Strategie der Informationssysteme und des Transformationsplans steigt Stanislas Bressange in die Versicherungswelt ein. Im Jahr 2011 wird er zum Chief Operating Officer ernannt und von 2013 bis 2017 amtiert er als Generaldirektor. Von 2018 bis 2020 ist er Senior Advisor beim französischschweizerischen Beratungsunternehmen Acadys sowie beim französischen Beratungsunternehmen Topics. Nach seiner Ernennung durch den Verwaltungsrat der Vaudoise Versicherungen im Dezember 2020 wird Stanislas Bressange am 18. Januar 2021 als Chief Transformation Officer (CTO) in den Direktionsausschuss aufgenommen und leitet nun das Departement Digitale Transformation und Informationssysteme.

Nathalie Follonier-Kehrli

Schweizer Staatsbürgerin, Direktorin, Generalsekretärin, Leiterin Legal, Compliance und Unternehmenskommunikation

Nathalie Follonier-Kehrli hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften und verfügt über ein Anwaltspatent. Nach einer ersten Anstellung im Rechtsdienst des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) von 2002 bis 2003 stösst sie 2003 als Spezialistin in der Dienststelle komplexe Schadenfälle der Branchen Haftpflicht/Sachversicherung Unternehmen zum Geschäftssitz der Vaudoise. 2007 wird sie zur Generalsekretärin ernannt und wird Leiterin der Unternehmenskommunikation. 2008 macht sie einen ergänzenden Abschluss als PR-Fachfrau mit eidgenössischem Fachausweis. 2017 wird sie zur Direktorin ernannt. Sie ist ausserdem seit 2020 Mitglied des Stiftungsrates des Ombudsman der Privatversicherungen und der Suva.

Grégoire Fracheboud

Karim Abdelatif Schweizer und französischer Staatsbürger, Direktor, Leiter Departement Human Resources

Grégoire Fracheboud ist Fachmann für Verkaufsmanagement und PR mit eidgenössischem Fachausweis. 2006 gelangt er in die Versicherungsbranche und übernimmt bei den Basler Versicherungen die Leitung des Marketing-Departements für die Westschweiz und das Tessin, bevor er Berater und 2009 Verkaufsleiter wird. 2010 wird er Generalagent bei der AXA Winterthur. Seine Ausbildung rundet er 2016 mit dem Programm Leadership & Innovation am IMD ab. 2018 tritt er als Direktor des Departements Vertrieb & Marketing in die Vaudoise Versicherungen ein. Ausserdem ist er seit 2018 Mitglied des Ausschusses für Bildungs- und Arbeitgeberpolitik des SVV.

Reto Kuhn

Schweizer Staatsbürger, Generaldirektor, CEO

Reto Kuhn verfügt über ein Lizenziat in Wirtschaftswissenschaften der Universität Zürich. Nach dem Berufseinstieg im Asset Management der Helvetia Versicherungen leitet er von 1995 bis 2001 die Pensionskasse der Swissair-Piloten. Im Anschluss wird er Gründungspartner der PFS Pension Fund Services AG, die er bis 2007 als CEO leitet. Danach ist er Head Alternative Investments bei der SAM Sustainable Asset Management AG. Reto Kuhn ist seit Januar 2010 Chief Investment Officer (CIO) und seit 2015 Leiter des Departements Asset Management der Vaudoise Versicherungen. Im Rahmen seiner Funktionen sitzt er ebenfalls im Verwaltungsrat mehrerer Tochtergesellschaften, die zu 100 % von der Gruppe Vaudoise Versicherungen gehalten werden (s. Punkt 3.1). Seit 2018 ist er Verwaltungsrat der Credit Exchange AG in Zürich. Darüber hinaus ist er Mitglied der Anlagekommission der Pensionskasse der SBB (seit 2014) und von Firmenich (seit 2018). Ausserdem präsidiert er seit 2019 die Kommission Anlagen des SVV.

Christian Lagger

Schweizer Staatsbürger, Direktor, Leiter Departement Vertrieb und Marketing

Christian Lagger ist eidgenössisch diplomierter Versicherungsfachmann. Nach einer Lehre bei den Transportversicherungen der Neuenburger Versicherungen geht er 1981 zu den Basler Versicherungen, wo er verschiedene Funktionen in den Agenturen Winterthur, Zürich, Luzern und Morges bekleidet. 1986 kommt er als Schadenspezialist zur «La Suisse» Versicherung. 1991 wird er neben seiner Tätigkeit als Leiter Schaden Sach zum Abteilungsleiter Schadenverwaltung und 1998 stellvertretender Leiter der Abteilung Produktion und Underwriting. Im Jahr 2000 wird er zum Leiter des Departements Vermögensversicherungen und zum Direktionsmitglied ernannt. 2005 stösst er zur Vaudoise und übernimmt dort im Jahr 2007 die Leitung der Abteilung Makler. Am 1. Januar 2012 übernimmt er den Posten als Leiter des Departements Vermögensversicherungen. Im Rahmen seiner Funktionen sitzt er ebenfalls im Verwaltungsrat einer Tochtergesellschaft, die zu 100 % von der Gruppe Vaudoise Versicherungen gehalten wird (s. Punkt 3.1). Seit 2018 ist er Verwaltungsrat der Orion Rechtsschutz-Versicherung AG in Basel. Darüber hinaus ist er seit 2015 im Ausschuss Nichtleben des SVV.

Jacques Marmier

Schweizer Staatsbürger, Direktor, Leiter Departement Vermögensversicherungen

Jacques Marmier absolviert seine ersten Dienstjahre bei der Lausanner Versicherungsgesellschaft «La Suisse»: Nach der Lehre wird er zunächst Sachbearbeiter, bevor er im Jahr 1987, kurz nach dem Erhalt des eidgenössischen Diploms als Versicherungsfachmann, zum Verantwortlichen der Verwaltung Einzellebenverträge ernannt wird. Er stösst 1996 zur Vaudoise, wo er die Leitung der Dienststelle Vertragsverwaltung Einzellebenversicherung übernimmt. 1998, zwei Jahre später, wird er Leiter der Abteilung Einzelleben. Im Jahr 2007 übernimmt er die Leitung der Tochtergesellschaft Valorlife. Seit dem 1. Januar 2012 ist er als Direktor verantwortlich für das Departement Personenversicherungen. Im Rahmen seiner Funktionen sitzt er ebenfalls im Verwaltungsrat einer Tochtergesellschaft, die zu 100 % von der Gruppe Vaudoise Versicherungen gehalten wird (s. Punkt 3.1). Er sitzt im Ausschuss Leben sowie in der Steuerkommission Leben des SVV.

Frédéric Traimond

Schweizer und französischer Staatsbürger, Direktor, CRO, Leiter des Departements Aktuariat und Rückversicherung

Frédéric Traimond ist SAV-Aktuar und hält ein Diplom des Institut des Sciences Financières et d'Assurance in Lyon. Er beginnt seine Karriere 1992 bei der AXA-Gruppe, wo er für die Nichtleben-Versicherungen der AXA Schweiz verantwortlich ist. Danach ist er bis 2007 als Chief Risk Officer bei der AXA Winterthur tätig. Er wechselt in der Funktion des Group Chief Operating Officer (COO) zum Rückversicherer Flagstone Re Group, wo er anschliessend bis 2013 Generaldirektor von Flagstone Re Suisse ist. 2014 tritt er in die Abteilung Aktuariat Nichtleben des Auditors PricewaterhouseCoopers Frankreich als Partner ein und übernimmt 2015 die Leitung des Departements Consulting Aktuariat für Südeuropa des international tätigen Brokers Willis Towers Watson. Seit 2018 leitet er das Departement Aktuariat und Rückversicherung der Gruppe Vaudoise Versicherungen. Am 1. Januar 2019 wurde er zum Direktor ernannt. Im Rahmen seiner Funktionen sitzt er seit 2019 ebenfalls im Verwaltungsrat mehrerer Tochtergesellschaften, die zu 100 % von der Gruppe Vaudoise Versicherungen gehalten werden (s. Punkt 3.1).